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13. Juli 2020 / Comments (0)

Gmunden Triathlon Sprint, 12.7.2020

Bericht von Florian Scholz:

Heuer ist an der Wettkampffront alles anders. Und doch ergeben sich langsam wieder ansatzweise Möglichkeiten sich mit anderen AthletInnen zu messen. So zB in Gmunden beim Sprinttriathlon, der heuer der erste(!) stattgefundene Triathlon in Österreich ist!

Kein Wunder also dass hierbei die geballte Elite unseres Landes am Start steht: Olympia-AspirantInnen, aktuelle und frühere Staatsmeister vom Sprint bis zur Langdistanz und Hawaii-Starter und mittendrin: ich.

Ich bin zum Glück ja corona-seitig nach wie vor gesund, allerdings war das Training seit März alles andere als strukturiert und zielgerichtet. Kaum Schwimmeinheiten (und wenn dann nur Freiwasser) und Rad und Laufen nach Lust und Laune. Dazu kam in den letzten beiden Wochen beim Laufen der Zustand dass genau gar nichts ging: selbst 1km-Intervalle gingen alle nur 20-30s langsamer und superschwer vom Fuß, keine idealen Vorzeichen. Dafür sollte die Radform durchaus ansprechend sein.

Corona-Adaptionen

Die Veranstalter haben sich intensiv mit der gegenwärtigen Krise auseinandergesetzt und alles mögliche getan, damit die Veranstaltung nicht zum Bumerang für andere Veranstalter wird:

  • Einzelstarts alle 10s, aufgeteilt auf 3 Blöcke alle 40min mit 85 AthletInnen
  • die Plätze in der Wechselzone sind großzügiger
  • keine Kreuzungspunkte von Schwimm- und Laufstrecken
  • eine Ziellabe, sondern ein Finisher-Sackerl mit Goodies
  • im Vorfeld wurde gebeten BegleiterInnen nach Möglichkeit daheim zu lassen
  • Abstände werden konsequent vom Sprecher und den HelferInnen eingemahnt
  • usw.

Die Liste geht noch weiter. Jedenfalls ist es meines Erachtens gut umgesetzt worden und durch die Startreihenfolge konnte man auch anderen AthletInnen bei den Wechseln oder sonst auf der Strecke zusehen.

Im 2. Block gehts los

Die Bedingungen in Gmunden sind traumhaft: kaum Wind (der kam erst gegen Ende ein wenig auf), sonnig und erträgliche Temperaturen bis 25°C.

Der Traunsee hatte jedoch durch den gestrigen Regentag ein wenig auf 17,1°C abgekühlt.

Im Vorfeld musste jedeR seine realistische Schwimmzeit bekanntgeben, angesichts dessen die Startreihenfolge erstellt wurde. Von 222 StarterInnen erhielt ich mit meinen angegebenen 14:30min für 750m somit die Startnummer 153. Dh im 2. Block eher am Ende ging es für mich dann los.

Unerwarteterweise gleich einmal mit einem Startsprung ins Wasser, den ich “eleganterweise” mit einem veritablen Bauchfleck erledigte. Immerhin blieb die Schwimmbrille wo sie sollte und ich konnte loslegen. Bis zur 2. Boje des Dreieckskurses ging es auch soweit relativ direkt dahin. Dann sah ich gegen die Sonne aber kaum mehr was und schwomm relativ im Blindflug und sicher nicht auf direktem Weg zum Schwimmausstieg.

Meine Zeit wusste ich nicht einmal, da ich erst am Wechselplatz auf der Uhr abdrückte, mit 15:25 war es aber doch um einiges langsamer als ich gedacht hätte.

Der Wechsel lief hingegen recht zügig trotz langer Wettkampfpause und auch der Radaufstieg klappte schnell.

Dieses Jahr machte ich nicht den Fehler die mitunter doch sehr kupierte Radstrecke zu unterschätzen, hatte ich sie mir doch extra noch mal im Vorfeld alleine und ein 2. Mal mit Katja abgefahren. Somit konnte mich die heurige Änderung zu Beginn mit dem steilen Anstieg im Gsperr nicht aus der Ruhe bringen und ich dosiert gut Druck geben.

Ganz allgemein kurbelten die Beine sehr gut und ich wurde kein einziges Mal am Rad überholt und konnte stattdessen doch viele andere StarterInnen “einsammeln” und mit dem geforderten Abstand überholen.

Mit einem Schnitt von 33,8km/h auf den 24,5km mit >300Hm war ich schon sehr zufrieden wieder in der Wechselzone zurück.

(c) Manu Höllnsteiner

Und dann die Überraschung: das Laufen ging besser als erwartet und in etwa der gleichen Pace von 4:19min/km wie letztes Jahr. Das hätte ich definitiv nicht im Vorfeld gedacht, dass das über 4,5km geht! Da wäre ich schon über 4:30 – 4:40 mehr als froh gewesen.

Auch wenn die letzte der 3 Runden dann schon etwas weh tat aber noch immer konstant schnell lief kam ich dann gesamt nach 1:21:06h und auf Platz 93 ins Ziel (17. von 33 AK). Angesichts des Starterfeld bin ich damit doch sehr zufrieden, mit der Zeit und Leistung sowieso.

Danach konnte ich noch die anderen StarterInnen vom Verein anfeuern, bevor es mit dem Rad retour nach Hause ging.

Ich hoffe dass der aus meiner Sicht gelungene “Testballon” einer Triathlonveranstaltung erlaubt auch in den nächsten Monaten weitere Wettkämpfe unter Einhaltung von Abständen etc. durchzuführen. Ich wär sicher wieder wo dabei!

Last modified: 13. Juli 2020

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