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23. August 2021 / Comments (0)

Steeltownman SD, 21.8.2021

Bericht von Florian Scholz:

Beim Steeltownman am Pichlingersee in der Nähe von Linz bin ich immer wieder gern, hat hier doch schließlich vor nunmehr 7 Jahren meine Triathlon-“Karriere” mit meinem allerersten Start (damals noch am Trekkingbike) begonnen.

Obwohl es nur ein kurzes Schwimmen über 750m ist, ist es auf 2 Runden aufgeteilt – dazwischen ist ein Landgang inklusive Sprung vom Steg ins Wasser zu absolvieren. Hmm – Startsprünge sind so gar nicht meins und sicherheitshalber probiere ich vor dem Start es nochmal aus: beim ersten Mal fetzt es mir die Brille runter, beim 2. Mal hält sie. Ich hoffe im Wettkampf passiert dann letzteres!

Der Start ist sehr spät erst um 18:30 Uhr. So spät bin ich bis jetzt noch nie bei einem Triathlon gestartet! Dafür sind die Bedingungen sehr gut: trocken, kaum Wind und angenehme, warme 27° (wobei es beim Laufen dann ja schon um einiges kühler sein wird). Dazu kommt der See mit ca. 24° – es ist also Neoprenverbot.

Es ist wieder ein Massenstart und ich stürze mich ganz links im Feld mit über 90 anderen TriathletInnen ins Wasser. Meine Platzwahl war gut und ich habe einerseits genügend Platz um gleich gut hineinzukommen und gleichzeitig auch etwas Wasserschatten zu erwischen. Generell ist das Schwimmgefühl um vieles besser als bei den letzten Bewerben (das verstärkte Schwimmtraining der letzten Wochen sollte ja doch ein wenig was bewirken).

Nach dem Landgang springe ich dann mit viel Schwung ins Wasser – und natürlich reißt es mir die Brille herunter! Ich kann sie aber schnell wieder hinaufschieben und weiterschwimmen. Nur die Sicht ist dann nicht mehr ganz so ideal, da etwas Wasser in der Brille ist. Relativ alleine auf dieser 2. Runde komme ich dann nach 14:32min wieder an Land – etwas langsamer als zuletzt in Traun, aber da war es ja auch mit Neo und wie genau die Schwimmstrecke vermessen ist ist immer so eine Sache…

Der Wechsel geht gut und es geht auf die 20km-Radstrecke, die auf 3 gleichlange Runden aufgeteilt ist (und schon die 3. unterschiedliche Strecke seit meinem ersten Start ist). Die Strecke ist flach wie eine Pizza, nur gibt es einige mitunter sehr scharfe 90°-Kurven sowie eine 180° Haarnadel gleich zu Beginn der Runde.
In der ersten Runde sortieren sich gleich einmal ein paar Radfahrer knapp vor mir, ich kann aber das Tempo zu Beginn nicht mitgehen und sehe diese Gruppe mit einem gewissen Abstand vor mir, der aber langsam größer wird. Selbst mit dem erlaubten Abstand beim Windschattenverbot hat eine solche Gruppe einen Vorteil gegenüber jemandem komplett allein fahrenden wie mir und sie entfernt sich langsam immer weiter. Da ich aber auch sehe dass ein Kampfrichter-Motorrad dort dabei ist und kontrolliert dass alles mit rechten Dingen zugeht ist das schon ok so.

Das Rad läuft ansonsten super und ich kann sowohl eine für mich hohe Leistung von 225W (232W normalized power) treten und auch trotz vieler Kurven, die von Runde zu Runde immer besser und zügiger genommen werden, meine bisher höchste Durchschnittsgeschwindigkeit bei einem Triathlon oder Einzelzeitfahren von 38,5km/h erzielen.

Nach gerade einmal 30min bin ich zurück in der Wechselzone, habe dort aber dann leichte Probleme in die Schuhe hineinzukommen. Dieses Mal habe ich ja wieder die Saucony EndorphinPro mit Carbonplatte gewählt. Das gibt ja doch nicht nur einen mentalen sondern auch einen realen Boost auf der Laufstrecke.

Da der abschließende 5km-Lauf ein Wendepunktlauf, der 2x zu durchlaufen ist, ist kann ich gut zählen an der wievielten Position ich liege: auf der ersten Runde Rang 24. Leider verliere ich bis ins Ziel noch 3 Plätze obwohl ich mit ca. 4:05min/km laufe – eindeutig etwas woran ich weiter arbeiten muß dass hier vorne die 3 steht!

Ergibt somit mit einer sehr guten Zeit von 1:06:28h Rang 27 (von 95 gestarteten) und den 5. Platz (von 13) in der AK. Letzteres war aber eine knappe Sache: da bin ich gerade mal um 25s am Podest vorbei, bei gleichzeitig fast 3min Vorsprung auf den 6.! Naja, wie gesagt, wenn man schneller laufen kann dann geht auch dieses! Wobei die Einzelplatzierungen bei mir sehr ausgeglichen sind: 26. – 25. – 31.

Insgesamt wieder ein sehr schöner Bewerb! Schade, dass nicht mehr TriathletInnen am Start waren, der Veranstalter hätte sich mehr verdient gehabt. Denn normalerweise ist es ja auf 2 Wellen mit allen unter bzw. über 40 aufgeteilt. Das macht dann noch mehr Spaß wenn man wie ich in der über40-Welle noch weiter vorne unterwegs ist. Doch das wurde dieses Mal zusammengelegt. Egal, mir hats wieder getaugt auch wenn die Motivation in der Vorwoche nicht so toll war!

P.S.: Fotocredits Hannes Draxler

Last modified: 30. August 2021


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