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2. Juni 2021 / Comments (0)

Challenge St. Pölten

Bericht von Armin Blasch:

Mitteldistanz, 30.05.2021 – Triathlon Mitteldistanz

Nach 6 Jahren wieder zurück – bei einer der schönsten Triathlon Mitteldistanzen Europas.

Nach einem Jahr coronabedingter Pause hieß es endlich wieder „Großer Triathlon Sport“, wieder ein großer Bewerb für mich und dies wieder in St. Pölten wo ich 2015 meine zweite Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) gefinished habe. Nach nun 6 Jahren (geplant wäre er für 2020 gewesen, wegen Corona aber auf 2021 verschoben) wieder an der Startlinie, selbes Organsiationsteam, selbe Streckenführungen nur ein neuer Auftritt unter der Triathlonveranstaltungsfirma „Challenge Family“ inkl. abgestimmten und durchdachten Corona Konzept. Vorweg tolle Leistung der Veranstalter einen der ersten Großbewerbe im Jahr 2021, europaweit, in diesen schwierigen Zeiten sicher abzuwickeln.

Auf Grund der coronabedingten mehrmaligen IRONMAN Austria Langdistanz Verschiebungen konnte ich eine gute Winter- und Frühjahrsvorbereitung 2020/2021 hinlegen und so ging ich gut vorbereitet in dieses Wochenende.

Eine entspannte Anreise am Samstag mit meiner Frau, ein reibungsloser Ablauf beim Corona Check In, der Registrierung sowie dem Wechselzonen Check In waren ein gelungener Start in ein super Rennwochenende, abgerundet mit einem netten Abendessen mit Triathlonfreunden beim guten Italiener Samstagabend.

Nach einer ruhigen Nacht im Hotel mit viel Schlaf (dies für die Nacht vor einem Bewerb 😉) sowie ohne große Nervosität hieß es am Sonntag bald aufstehen. Start für mich um 07:33 bei den „Goldhauben“ in der vorletzten Startgruppe (auf Grund der angegebenen geschätzten Schwimmzeit, was sich im Nachhinein gesamtbetrachtet als kleiner Nachteil herausstellte).

Bei bewölktem Himmel, wo ab und zu die Sonne zum Vorschein kam, ging es dann für mich bei 16-17 Grad Wassertemperatur auf die 1,9 km Schwimmstrecke (über 2 Seen, 1 km – kurzer Landgang – 0,9 km). Da es keine Streckenänderung gab, galt für mich meine Zeit von 2015 in jeder Disziplin sowie Gesamt klar zu verbessern. Durch einen Rolling-Start beim Schwimmen konnte man ohne Stress und gelassen ins Rennen starten. Gefühlsmäßig war ich schnell unterwegs, konnte mich im Wasser gut platzieren und schwamm mit freiem Kopf und sehr motiviert Richtung Wechselzone 1 (T1). Angefeuert und beobachtet von meiner Frau 😊. Mit 42:58 reiner Schwimmzeit (um 2 min. langsamer wie 2015, man beachte kein Schwimmtraining über den Winter und eine Einheit in der Rennwoche) verlief der Wechsel aufs Rad problemlos auch wenn ich nicht der Schnellste in der Wechselzone bin. Meiner Meinung gewinnt man in der Wechselzone nicht sondern kann nur verlieren wenn man dann im Rennen nachjustieren muss.

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Nach 1 km Schwimmen im Viehofner See kurzer Landgang zum Ratzersdorfer See für die 0,9 km

Die kühlen Außentemperaturen sowie der Wind machten sich gleich auf der gesperrten S33 bemerkbar wo mit Gegenwind zu kämpfen war. Über die schönen Weinberge ging es dann runter zur Donau und dann durch die traumhafte Kulisse der Wachau wo man durch Rückenwind gewaltig aufs Tempo drücken konnte, Kette rechts!

Wechsel in der T1 aufs Rad Richtung Wachau

Ein tolles Panorama und für mich wohl die schönste bisher gefahrene Radstrecke in einem Bewerb. Kein Regen, sondern Sonne begleiteten mich durch die Wachau sowie auch über den 400 hm Anstieg nach Gansbach. Bei KM 70 am Weg bergab nach St. Pölten kam dann doch wie vermutet ein starker Regenschauer mit starkem Seitenwind der sich aber nach ca. 8 km wieder legte. Durchnässt und leicht unterkühlt hieß es nun Gas geben um die verlorene Zeit durch die Regenphase auf den letzten 10 km wieder ein wenig gut zu machen und um auch nicht völlig auszukühlen.

Mein Ziel unter 3 Stunden (2015: 03:06 h) die Disziplin Rad abzuschließen gelang mit 02:58 h knapp. Zweiter Wechsel (T2) aufs Laufen wieder problemlos mit neuen trockenen Socken (danke meiner Frau für den wichtigen Input im Vorhinein). Nun kam meine stärkste Disziplin: das Laufen.

Nach wie vor mit freiem Kopf und guten Gedanken sowie viel Motivation ging ich sofort in meinen Rhythmus und peilte einen 04:30-04:40 Schnitt an. Ich konnte viele langsame und kraftlose LäuferInnen (auf Grund der vorletzten Startgruppe) überholen und traf auf der Strecke auch meine Triathlonkollegen, die sich schon in der 2. Runde befanden.

Auf der 2 x 10,55 km Runde, mit bewölktem und stabilem Wetter, entlang der Traisen durch das Verwaltungsviertel sowie der schönen Altstadt von St. Pölten ging nun die Post ab. Ich war sehr motiviert, hat keinen mentalen Einbruch und hab das Ding durchgezogen, zw. KM 14 und 17 sogar mit einem 04:14 Schnitt. Ein kleiner kurzer Durchhänger vom Tempo auf den letzten KM konnten mich nicht verunsichern und ich begab mich happy, von meiner Frau gepusht und mit einer Halbmarathonzeit von 01:34 h, auf die Finishline. Da war sie, meine neue Personal-Best auf die Mitteldistanz von 05:29:38 (20 min. schneller wie 2015) und mein Ziel unter 05:30 h zu bleiben knapp erreicht. Dies war dann doch reiner Zufall da ich beim Laufen keine Gesamtzeit im Blick hatte.

Zusammenfassend ein tolles und erfolgreiches Triathlon-Wochenende welches ich ohne Zwischenfall sowie technischen Problemen absolvieren konnte.

Ein Großes DANKE gilt meinem Support Ricarda, die mich vor, während und nach dem Rennen unterstützt, angefeuert und betreut hat. Ohne ihr wäre dies, auch in der Vorbereitungszeit, nicht möglich gewesen!

Weiter geht’s dann am 10. Juli 2021 in Gmunden über die Olympische Distanz welche auch gleichzeitig mein Saisonfinale 2021 wird. Der Traum Langdistanz muss auf Grund der Klagenfurt-Verschiebungen und der neuen freudigen, nicht sportlichen, Herausforderung ab September 2021 auf die nächsten Jahre verschoben werden.

Der Traum lebt aber weiter 😉

Last modified: 2. Juni 2021

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