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7. September 2020 / Comments (0)

Race Around Austria 1500, 12.08.2020

Bericht von Markus Fiedler:

Nachdem ich im vorigem Jahr gesundheitlich bedingt nach ca. 600 km das Rennen beenden musste, wollte ich mir das nicht nehmen lassen es wenigstens noch einmal versucht zu haben. Aus diesem Grund war ich heuer wieder am Start. Der Vorsatz war lediglich die 1500 km zu schaffen. Gut trainiert mit dem Gedanken im Kopf „es wird eine lange Trainingsausfahrt“ startete ich am 12.08. um 19:36 Uhr in St. Georgen. Schon bald kamen wir in meine Heimat, ins Mühlviertel. Ich fühlte mich gut und mein Tritt war gleichmäßig. Nach ca. 300 km hörten wir bei meinem Fahrrad ein Geräusch das auf einen Lagerschaden hindeute. Zu diesem Zeitpunkt konnte mein Team diesen aber nicht zuordnen. Erst später war klar dass es der Freilauf war. Daraufhin wurde das Laufrad gewechselt und ich konnte meine Fahrt mit nur geringer Verzögerung fortsetzen. In Halbenrain nach 860 km hatten wir den ersten Stopp, der so 20 Minuten dauerte. Ich zog mich um, es wurde geschmiert und ich bekam ein Rindssupperl ehe es in die südsteirische Weinstraße und über die Soboth nach Kötschach-Mauthen ging. Ab Abtei bis Kötschach-Mauthen setzte der Regen ein, der teilweise heftig ausfiel. Die Straße durch das Lesachtal war nass und es gab zahlreiche, ampelgeregelte Baustellen. Die nächste Pause machten wir in Lienz am Fuße des Iselsberg. Nach nur 10 Minuten ging es wieder weiter. Am Hochtor angekommen ging es über das Fuschertörl in die Abfahrt nach Ferleiten wo wir die dritte und letzte Pause mit ca. 15 Minuten machten. Am Hochkönig wartete Scharler Franz, ein guter Spezi, der mich ein Stück begleitete. Endlich bog ich in das Wiestal ein wo mich die Pillinger´s und mein UASC-Fanclub lautstark anfeuerten. Kurz vor Mondsee lief Felix Hermanutz ein Stück neben mir her. Schön, einfach nur schön!  Atzelsberger Florian begleitete mich dann die letzten Kilometer ins Ziel, auch Gantioler Hubert ließ sich das nicht nehmen. Es war ein sehr überwältigendes Gefühl nach 1500 km in St. Georgen angekommen zu sein wo mich zahlreiche Vereinsmitglieder, Freunde, Bekannte und Nachbarn empfingen. Einfach unglaublich, wir hatten es tatsächlich geschafft. Ich wollte heuer unbedingt durchkommen und hatte niemals nur den geringsten Gedanken aufzugeben. Ich bin meinem Team unendlich dankbar, sie haben eine hervorragende Arbeit geleistet. Gemeinsam haben wir es geschafft, ich bin sehr stolz. Weiters möchte ich mich bei Resch Christian und Rottner Christine für deren Sponsoring bedanken. Ein großes Lob an den Veranstalter, der uns Teilnehmern unter diesen doch sehr außergewöhnlichen Voraussetzungen ein so perfektes Rennen geboten hat.

Last modified: 9. September 2020