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Bericht von Florian Scholz:

Da mir heuer Wettkämpfe so viel Spaß machen und ich kein besonderes Saisonziel habe habe ich mich relativ kurz entschlossen noch beim TRANS Vorarlberg angemeldet. Dort gilt es im Bodensee 1,2km zu schwimmen bevor es durch den Bregenzer Wald und den Hochtannbergpass über 93km mit 2000 Höhenmetern hinauf nach Lech am Arlberg geht. Zum Abschluss gibt gibt es dort noch einen 12km Crosslauf mit mehr als 200 Höhenmetern.
Die ganze Woche war die Wetterprognose mehr als nur schlecht: Temperatursturz auf 10° und Regen war angesagt. Doch je näher es zum Sonntag hinging desto besser wurde die Vorraussage: am Wettkampftag dann war es nur noch zu Beginn der Radstrecke nass vom Regen des Vortags bzw. Nacht und es kam die Sonne heraus. Kühl bei ca. 10-15° war es trotzdem.


Das Schwimmen im Bodensee ging noch recht gut für mich und ich konnte gut von Wasserschatten zu Wasserschatten springen, im 2er-Rhythmus kraulen und war knapp nach 23 Minuten wieder aus dem Wasser.
Wie immer als schneller Wechsler (gesamt 36. in der Wechselzone von 264 StarterInnen) saß ich bald darauf am Rad und es ging die ersten 10km gleich mal nur bergauf aus Bregenz hinaus. Da merkte ich schon dass die Beine nicht die besten waren und außerdem ein starkes Teilnehmerfeld am Start war. Kurz gesagt: ich wurde vom gefühlt mindestens halben Feld überholt, ließ mich aber dadurch nicht drausbringen und fuhr mein Tempo weiter.
Nach 70km und bereits mitten im über 30km langen "Schlussanstieg" auf den Hochtannbergpass verklemmte sich dann meine Kette im Tretlager so unglücklich dass ich nach ein paar Minuten nutzlosem Versuchen die Kette zu lösen schon gedanklich an ein DNF dachte bevor sie sich wie von Zauberhand doch noch löste und ich weiterfahren konnte.


Schon etwas platt in Lech in der Wechselzone ging es nach einem abermals schnellen Wechsel auf die 2 Runden der Crosslauf-Strecke. Die erste war noch brauchbar in ca. 32 Minuten, in der 2. war aber mein Ofen beinahe aus. Mit einigen Gehpausen an den steileren Stellen wurstelte ich mich in Richtung Ziel. Die letzten beiden Kilometer, die vorwiegend bergab und flach waren konnte ich dann wieder durchlaufen und kam schlußendlich nach 5:34:48h als gesamt 165. ins Ziel. In der Altersklasse ergab das Platz 25.


Der ganze Bewerb war für mich mehr Abenteuer als Wettkampf und eine Veranstaltung die bei Triathleten unbedingt auf die Bucketlist sollte, das Bergpanorama und das Gefühl durch halb Vorarlberg zu fahren ist einfach grandios!
Nur etwas mehr vorbereiten als ich es getan habe (vor allem am Rad!) sollte man dann doch machen. ;-)

Für alle Mitglieder:

Bei Wettbewerben bitte auf Angabe des einheitlichen Vereinsnamen achten:

UASC Attersee West