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Tobias Steinbichler konnte seine Klasse beim Triathlon Fittest City Sprint Triathlon St. Pölten gewinnen!!

Zum Abschluss des Sommers wollte ich noch einmal einen kleinen Triathlon bestreiten, meine Wahl fiel auf den Sprint in St. Pölten am 17. September. Zusammen mit meinem Kollegen Philipp meldete ich mich an, leider wurde er ein paar Tage vor dem Wettkampf krank und konnte nicht starten.
Somit machte ich mich alleine, mit der Unterstützung meiner Freundin, am Sonntagmorgen auf den Weg nach St. Pölten. Richtig nach Sport und Wettkampf war mir nicht zumute, dafür war es mit 11 Grad und Regen einfach zu kalt. Nachdem ich in St. Pölten einen kurzen Blick in die Wechselzone wagte und erst gefühlt 10 Räder eingecheckt waren, überlegte ich kurz einen Startverzicht. Doch so schnell mir dieser Gedanke gekommen war, ist er auch schon wieder verschwunden und ich holte mir die Startnummer.
Das Einschwimmen vor dem Start verkürzte sich auf 5 Minuten um ja nicht zu viel im Wasser zu sein. Mehr als 13-14 Grad hat der See bestimmt nicht gehabt. Auf dem Weg zum Start bekam ich noch einmal einen großen Motivationsschub, als ein älterer Zuschauer die Worte „Heute sind wirklich nur de ganz harten Hunde da“ sprach. Jetzt war ich richtig Stolz extra angereist zu sein und mich den widrigen Wetterverhältnissen zu stellen.
Das Schwimmen wurde zu einem Kampf, die Schwimmer drängten eng aneinander, den selbst der Neoprenanzug konnte die Kälte nicht ganz abwehren, am kältesten war es aber im Gesicht, man wollte den Kopf gar nicht richtig unter Wasser tauchen. Zum Glück war nach 11 Minuten der Spaß schon wieder vorbei und wir konnten uns jetzt beim Rad fahren im Regen und Wind lufttrocknen lassen. Erstaunlicherweise war mir gar nicht so kalt wie ich vermutet habe, vielleicht war aber auch mein Temperaturempfinden schon leicht gestört. In der ersten von vier 5km Runden hatte ich noch ein Stechen in der Brust und die Hände waren wie am Lenker angefroren, doch es wurde von Runde zu Runde immer besser und die Runden vergingen wie im Flug. Nach 32 Minuten konnte ich wieder zurück in die Wechselzone. Wie jedes Mal freute ich mich schon auf den abschließenden Lauf und heute ganz besonders auf die Dusche nach dem Wettbewerb.
Doch heute lief der Wechsel nicht ganz rund. Nachdem ich mein Rad abgestellt hatte und mir meinen Helm abnehmen wollte bekam ich den Verschluss nicht auf. Meine Hände waren zu kalt um den Kinnriemen zu öffnen. Nach mehreren verzweifelten Versuchen zog ich meine Schuhe an und probierte es ein letztes Mal. Doch es klappte noch immer nicht, gestresst und gehetzt von den anderen „harten Hunden“ die die Wechselzone bereits verließen beschloss ich einfach mit Helm zu laufen. Ich hörte meine Freundin noch rufen sie würde mir den Helm abnehmen, doch aufgrund eines Mix aus Stress, Ärger und Stolz lief ich einfach weiter.
Des Weiteren spürte ich auch meine Füße nicht richtig, sie waren wohl zu durchnässt und herabgekühlt. Es war ein ganz komisches Laufgefühl und ich fand nie den richtigen Rhythmus. Erschöpft, unterkühlt und glücklich lief ich ins Ziel, aber halt! ein freiwilliger Helfer nahm mir auf dem letzten Meter doch noch den Radhelm ab. Ich war dazu noch immer nicht in der Lage.
Nach einer heißen Dusche blickte ich auf die Ergebnisliste und war sehr zufrieden.
Gesamtzeit: 1:07:24 (11:22 - 1:49 - 32:30 - 1:50 – 19:53)
Gesamtplatz: 15
AK Platz (M24-29): 1
Überraschender Weise belegte ich einmal Platz 1 in meiner Altersklasse im Triathlon. Das freut mich sehr 

Für alle Mitglieder:

Bei Wettbewerben bitte auf Angabe des einheitlichen Vereinsnamen achten:

UASC Attersee West