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Bericht von Florian Scholz:

Mehr als 2 Monate ist mein letzter Triathlon her - eindeutig zu lange! Deswegen wollte ich mir mal den neu aufgesetzten Traun-Triathlon ansehen der in sein 2. Jahr ging. Im Angebot waren eine Sprint- und eine olympische Distanz. Da ich auch schon länger keine olympische absolviert hatte war es mal wieder an der Zeit dafür.


Im Oedtersee galt es 2 Runden a 750m inkl. kurzem Landgang zu absolvieren. Der Baggersee war durch die letzten warmen Wochen entsprechend aufgeheizt (ca. 23°) und dementsprechend war Neopren-Verbot. In der "Waschmaschine" ging es zu Beginn gleich ordentlich zur Sache, ich konnte aber mit einem 2er-Rhythmus ganz gut hineinfinden und Wasserschatten ausnutzen. Abgesehen von kleineren Streckenabweichungen gingen beide Runden gut, allerdings stieg ich dann doch erst nach knapp 31 Minuten aus dem Wasser - da hätte ich mir doch etwas mehr erwartet gehabt, hilft aber nichts.
Der erste Wechsel (Wechselzone war in der Eishalle!) erfolgte zügig und keine Minute später ging es auf die Radstrecke ins Trauner Hinterland Richtung Hörsching, Thening und Oftering - ebenfalls 2 Runden mit doch ein paar nicht von mir erwarteten Höhenmetern waren zu fahren. Die erste Runde war ich großteils alleine unterwegs, auf der 2. hatte ich dann einige von der 30min später gestarteten Sprintdistanz zu jagen - das machte gleich viel mehr Spaß als alleine vor mich hin zu gurken :-)


Nach fast 1:04h rollte ich mit einem 35er-Schnitt (waren nur ca. 37,5km statt 40) aber schon wieder in die Wechselzone zu einem schnellen 2. Wechsel zurück. Mittlerweile war es schon wieder sommerlich heiß geworden. Die Beine waren nicht mehr ganz frisch, trotzdem versuchte ich es zumindest einmal die ersten Kilometer mit ca 4:30min/km anzulaufen. Bei jedem Rundendurchlauf angefeuert von mitgereisten UASClern wurde es schon auf der 2. (von 4) 2,5km-Runden schwierig die Pace zu halten. Abgesehen von km 8 stand aber immer die 4:4x vorne. Die 3. Runde war mental wie immer nach ca. 2/3 die härteste während die letzte Runde mit der Aussicht auf das Ziel wieder besser ging und ich noch einmal einen Hauch zulegen konnte bevor ich dann endlich in 2:23:42h als gesamt-36. von 109 (AK 15.) ins Ziel eintrudelte.
Nachdem das meine bisher schnellste Kurzdistanz war bin ich durchaus zufrieden mit dem Ergebnis und freu mich bereits auf die nächsten Trias, die Saison ist ja noch nicht zu Ende!


Danke auch noch an die Anfeuerer Sandra, Julia und Markus - und auch für die schönen Bilder. :-)

Bericht von Bernadette Eicher:

Am 19.8.2018 um 10:00 Uhr wurde gleichzeitig mit dem Mountainbiker - Rennen (light, classic sowie E-Bike) vom Sportplatz Abersee gestartet.
Das Ziel des Duathlons war das 12er Horn – Gipfelkreuz.


Los ging´s, anfangs noch neutralisiert vom Sportplatz weg, bogen dann rechts in die B158 ein und verließen diese bald links in die Zinkenbacherstraße.
Nach ca. 2,5km passierten wir in Brunn die Mautstelle und befanden uns damit am Fuße des Anstiegs Richtung 12er Horn.
Bei Kilometer 5 ging der Asphalt in einen Forstweg über und nach 5,9km stand die 1.Labestelle beim Steingraben bereit.
Kurz danach fuhren wir über die Steingrabenbrücke und die Light-Strecke bog hier links Richtung Hofwand ab - wir und die Classic-Strecke blieben geradeaus.
Nun begann der etwas mehr schweißtreibende Teil. Vor allem war es extrem heiß und die Sonne knallte so richtig herunter. Man träumte dabei nur vom erfrischenden Sprung in den See.


Dann ging es vorbei an der Stübleralm und der Branauer-Hütte bis wir erfreut bei der Illingerbergalm (10km / 650hm) die 2. Labestation und Wechselzone erreichten, dort weg mit dem MTB und rein in die Laufschuhe. Hier wäre eine kühle Dusche ein Traum gewesen ;).
Weiter ging es den steilen Wanderweg hinauf Richtung Pillsteinhöhe. Ui, Ui und es wurde immer noch heißer und heißer, dabei war ganz schön viel Kraft und Ausdauer gefragt. Nach ca. 11km / 975hm bogen wir dann rechts in den Pillstein-Rundweg ein und nach einer kurzen Strecke bergab ging es rechts Richtung Arnika-Hütte. Dort bogen wir wieder rechts ein - in den Schlussteil zum erfreuten Ziel, direkt am Gipfelkreuz 12er Horn (12,6km 1046hm).
Jippii, endlich hatte ich es geschafft in einer Zeit von 1h17min.


Das sehnlichst erhoffte kühle Getränk erhalten und dann noch der wahnsinns tolle Ausblick machten mich so richtig happy!!
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung mit tollen engagierten Mithelfern und einer super Siegerehrung.

Bericht von Manu Höllnsteiner:

Bei sehr hitzigen Bedingungen startete ich meinen ersten Versuch bei einem Triathlon am 19.08. in Traun. Die Sprintdistanz mit 750 m Schwimmen, 25 km Rad fahren und 5 km Laufen wir hierfür vollkommend ausreichend.

Das Event mit insgesamt  ca 400 Startern (Sprint und Olympisch) fand beim Oedtersee in Traun statt. Mit der Nummer 306 startete ich um 10:35 Uhr in die Schwimmdisziplin mit sehr moderatem Tempo, wollte ich mich nicht wieder beim Schwimmen total verheizen so wie ich es in Obertraun beim Aquathlon praktiziert hatte. Auch die Radrunde konnte ich im geregeltem Tempo ganz gut bewältigen. Dafür war der Laufteil bei stechender Hitze umso beschwerlicher. Nach gesamt 1 Std 30 Min 31 Sekunden erreichte ich sehr erschöpft aber doch zufrieden das Ziel.

Ergebnis: Rang 4 AK, Rang 11 Damen gesamt

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Sandi, Julia und Markus für die tolle Unterstützung vor Ort.
 

 

Charly Schiemer nahm wieder bei einigen Wettkämpfen teil:

WK 8: 27.7.18 31.Nußdorfer Radrennen zum Dachsteinblick
Wieder waren über 90 Teilnehmer am Start, Dank Organisator Oberst Erhard Cerny und sein Helferteam auch heuer wieder eine gelungene Veranstaltung.
Auch Weltrekord-Skispringer Andreas Goldberger war mit dabei.
Ich fuhr wieder mit meinem geliebten Waffenrad (ca. 20 kg /43:21 Übersetzung ohne Gang) die 4,2 km Strecke und ca. 280 HM rauf und konnte in 20:47 ins Ziel radl`n. (PB 2005 – 15:57)
Die Siegerehrung mit vielen Tombola Preisen und die musikalische Umrahmung der Musikkapelle Nußdorf fand diese Sportveranstaltung einen schönen Ausklang.

WK 9: 11.8.18 / 6.Bruckmühler Cross-Duathlon 10 km Rad/ 5km Lauf
Wieder waren 80 Teilnehmer (32 Einzel und 51 Staffel) bei Duathlon dabei. Die erste Runde konnte ich in 21 min fahren aber leider bei der zweiten Runde hatte ich beim langen Bergauf-Stück zum Wald (ca. 4 km vorm Ziel) mit lautem Knall hinten einen „Botschn“ ich hatte die Reifen auf Gut 4 Bar aufgepumpt.
So bin ich mit meinem Mountainbike die letzten 4 km gelaufen.  Manuela Höllnsteiner hat sogar umgedreht und wollte mir helfen, was ja aber leider nicht ging. Somit erreichte ich das Ziel beim Radfahren erst in 52 min. (2017 – 43 min)
Bei der Laufstrecke über die 5 km konnte ich einige Teilnehmer überholen in kam in einer Zeit von 1:16:43 ins Ziel. (2017 – 1.06:32)
Zu meiner Überraschung erreichte ich dennoch in meiner AK den 3 Platz  Sieger wurde Herbert Stadler UFM Bruckmühl.
Ohne „Platten“ wäre es sicher für einen Sieg interessant geworden, aber ich bin froh, dass es nicht beim Bergauf fahren passiert ist, den beim Bergab fahren erreicht man doch Geschwindigkeiten von ca. 55-60km/h.
 

WK 10: 15.8.18 / 17. Sickinger Rundlauf 9,2km

Bei warmen Wetter waren wieder über 200 Teilnehmer am Start. Da ich im Moment immer noch verkühlt bin (seit der Sommergrippe im Juli nicht ganz fit)
Und starke Schmerzen bei der linken Hüfte habe konnte ich die 9,2km in nur 39:52 bewältigen.(2017- 37:18)
Die Zeit reichte für Rang 9 in der M50 von 32 Teilnehmern, Sieger in der M50 wurde Gerhard Zechleitner in 32:41 vor Leopold Wölfingseder.
Den Tagessieg holte sich Andreas Engelbrecht in 29:49.
Meine Zeit vom letzte Jahr hätte dieses Jahr sogar für Rang 3 in der M 50 gereicht, ich hoffe dass ich 2019 wieder schmerzfrei bei diesem Lauf teilnehmen kann.

Bericht von Florian Scholz:

Erneut gibt es vergleichsweise gute Laufbedingungen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist es nicht ganz so extrem drückend heiß beim Sickinger Rundlauf in Schörfling. Im über 200 Personen starken Feld sind auf der 5. Station der Willis Running Tour auch heuer wieder - wie jedes Jahr - viele sehr starke Läufer dabei, wie Andreas Englbrecht, Robert Gruber oder Wolfgang Achleitner.

Zusätzlich sind auch bei den Kinderläufen wieder viele StarterInnen dabei - darunter 2 meiner Jungs.

Nach den Kids bin dann auch ich dran: die 9km-Runde ist nicht zu unterschätzen - durchgehend asphaltiert auf ruhigen Nebenstraßen, jedoch mit ein paar giftigen Anstiegen darin und längeren flachen Passagen, die aber auch windanfällig sein können.

Zu Beginn den ersten halben Kilometer ist es eng in den Schörflinger Gassen und es gilt vor allem niemandem auf die Ferse zu steigen. Obwohl ich die letzten beiden Wochen kaum gelaufen bin gehe ich es zügig mit unter 4 min/km an. Am ersten steilen Berg - zum Glück im schattigen Wald
- nehme ich mich bewusst etwas zurück und lasse es dann hinab wieder gut rollen. Die ersten 3 Kilometer gehen so sehr schnell vorbei, doch danach fühlen sich die Beine nicht mehr ganz so locker an. Ich werde eine Spur langsamer. Nach der Labe nach der Halbzeit und dem nächsten größeren Hügel geht es schon etwas zäh dahin und die Pace geht hoch auf 4:30min/km. Auf dem letzten Kilometer kann ich dann noch wieder zulegen und laufe nach 37:58min über die Ziellinie.

Meine persönliche Bestleistung auf der selektiven Strecke konnte ich somit um ein paar Sekunden drücken, also kann ich zufrieden sein. :-)

Rangmäßig ergab das den 38. gesamt (von 214 gewerteten LäuferInnen) und den 16. in der sehr gut besetzten AK M30.

Da lässt sich das traditionell überragende Kuchenbuffet im Ziel (plus verschiedenste Getränke, ua Bier etc.) dann gut schmecken. Wie immer eine hervorragend organisierte Veranstaltung und ein Volkslauf wie aus dem Bilderbuch.

Bericht von Manuela Höllnsteiner:

Gut 120 Einzel- und Staffelstarter gingen am 11.08. beim 6. Bruckmühler Cross Duathlon bei traumhaftem Wetter und sehr warmen Temperaturen an den Start, darunter ich als eine von nur 3 Frauen in der Solo-Disziplin. Zu absolvieren waren 2x 9 Kilometer mit dem MTB auf schönen Wald-, Wiesen-, Schotter- und Asphaltabschnitten sowie anschließend gut 5 Kilometer Lauf, großteils auf Asphalt, teilweise auch auf Forstwegen.

Sehr abwechslungsreich empfand ich die MTB Strecke. Nach meist kurzen aber manchmal doch ganz knackigen Anstiegen ging es auch bald wieder bergab, und so ging es einige Male bergauf und bergab, wobei der Untergrund auch immer wieder mal von Schotter auf Wiese, auf Wald und auf Asphalt wechselte. Die Strecke war an allen Weggabelungen super gesichert durch Feuerwehr und Streckenposten. Die letzten ca 3 Kilometer ging es auf Asphalt bergab Richtung Wechselzone. Bei ca. Kilometer 16 holte ich Vereinskollege Charly ein, er hatte eine Reifenpanne und lief in großen Schritten neben seinem Rad her. Ich stoppte kurz jedoch vergeblich, konnte ich ihm in dieser misslichen Lage leider nicht helfen. Charly aber meinte munter: „Ich lauf eh lieber“. So ging es für mich fahrend und für ihn laufend weiter. Nach einigen Minuten erreichte ich die Wechselzone wo ich Helm und Brille loswurde und rasch in die  Laufschuhe schlüpfte.
Mit sehr schweren Beinen ging es nun die erste Hälfte der Strecke vorwiegend bergauf und somit etwas schleppend voran. Zu meiner Ermunterung fanden sich immer wieder mal Zuschauer auf der Strecke, manche spendeten sogar eine guttunende Erfrischung mit dem Gartenschlauch. Der letzte Abschnitt war dann der derselbe der MTB Strecke. So staunte ich nicht schlecht als mich Charly an der gleichen Stelle an der ich ihn zuvor überholte, nun von ihm eingeholt wurde. Charly ist einfach der Wahnsinn! Er motivierte mich mit ihm zu laufen, klarer Weise konnte ich mit seinem Tempo nicht lange Schritt halten. Und so kam ich nach gesamt 1 Stunde 17 Minuten ins Ziel (MTB 49:30 Min + Lauf 27:40 Min)  

Danke und großes Lob an den Laufclub Bruckmühl für diese gelungene und gut organisierte Veranstaltung, bei super Stimmung und nettem Ausklang im Festzelt!
 

 

Berichte von Manu Höllensteiner:

1. Aquathlon Obertraun:

Nach dem absolvierten Kraulkurs für Anfänger im Frühjahr und ein paar Freiwasser-Schwimmversuche in den letzten Wochen hatte ich gefallen am Schwimmen gefunden und wollte meine neu erworbenen Fähigkeiten nun auch bei einem Bewerb auf die Probe stellen. Nachdem der Aquathlon in Gmunden abgesagt wurde, schien mir der Aquathlon in Obertraun mit 800 Meter Schwimm- und ca 4,5 Kilometer Laufdistanz das Richtige zu sein für den ersten Versuch.
Sehr aufgeregt ging es dann am Freitag Abend mit weiteren 22 Teilnehmern an den Start. Es war der erste Aquathlon in Obertraun, organisiert in Kombination mit dem bereits seit 2011 gängigen Schwimm-Marathon am Hallstätter See. Trotz der sehr sommerlichen Temperatur von ca 27°C entschied ich mich den von einer Freundin geborgten Neoprenanzug zu tragen, da es ja doch einfacher sein würde wenn man noch nicht so ein versierte Schwimmer ist, und auch aus Neugier wie das dann in der Wechselzone funktionieren würde.

Etwas zu sehr hatte mich wohl der Ehrgeiz beim Schwimmen gepackt, so kam ich nach 13:38 Minuten zwar mit einer für mich top Schwimmzeit aber doch sehr erschöpft in die Wechselzone. Das Ausziehen des Neo verlief leider nicht so reibungslos wie in Gedanken ausgemalt und zum Socken anziehen musste ich mich sogar kurz hinknien da ein Bein die Balance nicht halten wollte. Die Laufutensilien hatte ich mir gut durchdacht zurecht gelegt, dennoch benötigte ich gefühlt eine Ewigkeit für den Wechsel. Nach dieser „Tortur“ ging es dann noch immer völlig atemlos auf die Laufstrecke - bis mir dann der geschlossene Bahnschranke nach ca 1,5 km zu einer Verschnaufpause verhalf. Mit neuer Energie ging es in die zweite Runde und so konnte ich den Laufteil nach 24:31 Minuten (Runde 1 in 13:13 inkl. Wechselzone und Bahnstopp, Runde 2 in 11:18) finishen.

Sehr zufrieden mit meiner Leistung gab es in gemütlicher Atmosphäre noch Sportlerbier und Nudeln zur Belohnung.
Zusammengefasst war es ein super Event und für den ersten Versuch auch bestens geeignet, da sehr übersichtlich; und sicher wieder eine Fahrt nach Obertraun wert.

 

Attersee Überquerung:

Freitag Abend nach dem Aquathlon wollte ich mich noch nicht entscheiden, ich wollte erst mal abwarten wie zerstört ich am nächsten Morgen noch sein würde. Gegen 5 Uhr Samstag morgen, nach nur sehr wenig Schlaf sagte mir mein Körper er würde lieber noch ein bisschen rumliegen, mein Hirn meinte aber wenn ich es nicht mal versucht hätte, würde ich es sicher bereuen. Und so rappelte ich mich auf und fuhr nach Attersee um nach Möglichkeit noch eine der 30 Nachnennungen einzuholen. Leider waren diese bereits vor offizieller Ausgabezeit (06:30 Uhr) vergriffen und so wartete ich noch ab auf eine nicht behobene, online-reservierte Startnummer. Tatsächlich konnte ich noch die 407 ergattern, und so freute ich mich auf eine spontane Attersee-Überquerung.
Mit dem Schiff ging es um 07:50 nach Weyregg, von dort wurde um 08:30 Uhr mit weiteren ca 400 Teilnehmern gestartet. Sehr gemütlich ging ich diese Unternehmung an, hatte ich mich doch am Vorabend beim Aquathlon in Obertraun gut ausgetobt. Weiters war ich zuvor noch nie soweit im Freiwasser ohne Neo geschwommen, somit galt es sich die Distanz von 2.520m gut einzuteilen. Und so ließ ich mich nicht hetzen und genoß den doch langen Weg bis zum Strandbad in Attersee bei diesen traumhaften Bedingungen. Nach der 2. Boje versuchte ich mal etwas mehr Tempo zu machen, nachdem sich das Ziel aber augenscheinlich nicht näherte und dies doch kräfteraubend war, ließ ich von diesem Unterfangen sehr schnell wieder ab und nahm meinen bewährten Rhythmus wieder auf.

Nach 1 Stunde und ein paar Sekunden im Ziel angelangt, war ich sehr zufrieden, vor allem weil ich die ganze Strecke durchkraulen konnte. Einzig an meiner Linienführung sollte ich arbeiten, so zeigte mir mein Garmin doch fast 3 km Distanz an.

Bericht von Florian Scholz:

Zum bereits 4. Mal ging ich am Samstag, den 04.08. bei der Atterseeüberquerung in Weyregg an den Start, allerdings war mein letztes Mal vor 3 Jahren gewesen. Doch heuer hatte ich wieder einen der begehrten Startplätze ergattert, die von Jahr zu Jahr schneller weg sind.

Das Wetter ist ja wieder herrlich - bereits frühmorgens 20°C, sonnig und auch der See ist schön ruhig und hat 23°C. Insgeheim ärgere ich mich ein wenig dass ich nicht von Neopren auf "Klassisch in Badehose" gewechselt habe (es gibt eigene Wertungen) und befürchte dass es mir im Neo zu heiß werden wird.

Alle TeilnehmerInnen werden von Attersee nach Weyregg vorher von der Atterseeschifffahrt hinübergeführt bevor es an das Retourschwimmen geht.
Ich bin gleich in der ersten Überfahrt dabei und kann mich dann in Ruhe beim Strandbad in Weyregg aufwärmen.

Der Start ist im Wasser direkt von der Ufermauer weg - doch irgendwie überhore ich den Startschuß! Rechts von mir laufen bereits welche im Wasser los während um mich herum ebenso Verwirrung herrscht wie bei mir selbst. Ok, nachdem sonst nix zu hören ist stürze ich ebenso los und komme auch bald in einen guten Schwimmrhythmus hinein bzw. kann diversen Wasserschatten gut ausnutzen. Auch die Orientierung funktioniert soweit so wie sie soll und das gelbe Gemeindeamt von Attersee ist immer zentral in meinem Blickfeld wenn ich aufschaue.

Nach ca. 1km werfe ich einen Blick auf die Uhr - mit 17:30 Minuten liege ich für mich erstaunlich gut im Rennen. Jedoch merke ich langsam Müdigkeit aufkommen - den Neo hatte ich doch jetzt schon fast 2 Monate lang nicht mehr angehabt und in den Schultern spüre ich das. Trotzdem geht es mit ähnlicher Pace weiter.

Nach 2km werden die Arme schwer - auch wenn der Großteil bereits erledigt ist. Die Atmung ist nun nur mehr ausschließlich ein 2er-Zug rechts und bei jedem Mal orientieren muß ich relativ stark korrigieren um wieder in die richtige Richtung zu schwimmen.

Dann - endlich - bin ich im Zielkanal, kann aufstehen und an Land gehen. Mit der Zeit von 49:47min bin ich soweit zufrieden - endlich die sub50 geknackt! Aber lt. Garmin bin ich im Endeffekt doch fast 300m mehr geschwommen als ich hätte müssen. Insgesamt ergibt das Rang 9 von 17 in der AK mit Neopren und gesamt den 115. Platz von über 400 StarterInnen.
Geht ja.

Nach der obligaten Backerbsensuppe im Zielbereich geht es auch schon wieder mit dem Rad retour nach Hause. Die Atterseeüberquerung war wieder eine schöne, empfehlenswerte Veranstaltung - vielleicht geht es sich ja nächstes Jahr wieder aus! :-)

Teilnehmer: Bernadette Eicher, Manuela Höllnsteiner, Hannah Mitterhofer, Markus Fiedler, Armin Hrouda, Fritz Mitterhofer, Charly Schiemer, Florian Scholz, Roland Sperr

Am 27.07.2018 fand die letzte der 3 Vereinsmeisterschaften des UASC Attersee West statt, welche schon traditionell im Rahmen des Dachsteinblickzeitfahrens über 4,2km und 271HM ausgetragen wird. Bei bestem Sommerwetter befanden sich unter den ca. 90 Startern auch 3 Damen und 6 Herren des ASC um die Vereinsmeisterin und den Vereinsmeister zu küren.

Das Rennen , welches als Zeitfahren durch Einzelstart mit Minutenabstand ausgetragen wird, führt von Nussdorf zum Gasthof am Dachsteinblick und hat auch 2 Passagen mit erheblichen Steigungsprozenten aufzuweisen.

Als Vereinsmeister konnten sich Bernadette Eicher und Roland Sperr durchsetzen, wobei Berni hinter Babsi Mayer sogar die 2. Tageszeit bei den Damen erreichen konnte. Bei den Herren war der 2. Platz am Stockerl hart umkämpft, schließlich konnte sich Florian 3 Sekunden vor Markus durchsetzen. Charly Schiemer bewältigte das Rennen, wie jedes Jahr, wieder mit seinem Waffenrad inkl. Kindersitz. In dieser Wertung hatte er gegen Klaus Haberl von BistroBox doch das Nachsehen, der mit dem MTB inkl. Kinderanhänger und Kind ein wenig schneller war.

Das Stockerl bei den Damen:
1. Bernadette Eicher  15:09
2. Manuela Höllnsteiner 17:48
3. Hannah Mitterhofer  19:01

Das Stocker bei den Herren:
1. Roland Sperr  12:25
2. Florian Scholz 14:08
3. Markus Fiedler 14:11

Wieder eine sehr gelungene Veranstaltung, von Oberst Cerny auch wieder bestens organisiert, und daher ließen die Sportler den Abend bei ein paar Bier und Würstel im Rahmen der Siegerehrung am Dachsteinblick genüsslich ausklingen.

Die Ergebnisse im Detail:
Bernadette Eicher 15:09
Manuela Höllnsteiner 17:48
Hannah Mitterhofer 19:01
Markus Fiedler  14:11
Armin Hrouda  15:15
Fritz Mitterhofer 18:02
Charly Schiemer 20:48
Florian Scholz  14:08
Roland Sperr  12:25

Bericht von Toni Rommel:

Am 21.Juli stand mein zweiter Sprinttriathlon diese Jahr auf dem Plan. Ich entschied mich auf eine Empfehlung eines Arbeitskollegen beim Höglwörther See Triathlon an den Start zu gehen. Dadurch dass der Wettkampf und auch die Umgebung total unbekannt für mich waren, gestaltete sich schon die Anreise nicht optimal.

Anfangs war ich noch pünktlich am Dorfplatz um mir meine Startunterlagen abzuholen. Dann ging es aber noch etwa 2km bis zur Wechselzone und von dort weitere 500m barfuß über einen Schotterweg zum Schwimmstart, wo ich gerade noch rechtzeitig zum Start ankam.

Die Schwimmstrecke führt dann 400m gerade über den schönen Höglwörther See der auch nochmals am Schluss laufend umrundet wird. Die Radstrecke ging ich unwissend zu schnell an und so zog mir der sehr lange Anstieg alle Körner. Am Ende kam ich dann total erledigt in 1h21min  ins Ziel.

Ein echt zu empfehlender kleiner Triathlon mit nicht ganz 100 Athleten am Start und einer sehr coolen, einmaligen aber anspruchsvollen Strecke, die ich im nächsten Jahr sicher mit dem jetzigen Wissen in einer neuen persönlichen Bestzeit absolvieren werde. Dieses Jahr reichte es leider nur zum 47. Platz. Dadurch dass man am Ende jeweils eine komplette Runde um den Dorfplatz dreht wurde jeder Athlet gefeiert und vom Sprecher erwähnt, was für mich einen solchen kleinen Wettkampf zu etwas Besonderem macht.

Bericht von Armin Hrouda:

Bei perfekten Laufwetter, bewölkt und 20 Grad (Gott sein Dank kein Regen wie angekündigt) entschloss ich mich kurzerhand bei der 4. Station der Willi’s Runningtour, dem Zipfer Crosslauf teilzunehmen. Da ich in letzter Zeit mehr auf dem Rad gesessen bin sowie am Vortag temporeiche 70km um den Attersee geradelt bin, war ich gespannt was an diesem Tag in Zipf für mich möglich war.

Mein letzter Start bei diesem Bewerb liegt mehr als 15 Jahre hinter mir. Perfekt organisiert vom ATSV Zipf mit Start- und Zielgelände in der neuen ZIPFER Arena ging es an diesem Tag auf eine 10km Runde mit ca. 196-200hm, über Asphalt, Schotter, Wald und Wiese, über Wurzeln, Stock und Stein. An eine neue schon langersehnte PB von sub 40min war hier nicht zu denken, jedoch wollte ich auf jeden Fall unter 45min den Bewerb finishen.

Neben meinen Laufkollegen von UASC Attersee West (Manu, Monika, Markus, Flo und Charlie) und ULTIMA Timelkam (Mathias) waren auch wieder viele bekannte Gesichter vom Vöckla-Ufer Lauf am Start. Um 18:00 Uhr hieß es dann, nach den Kinderläufen u. dem Helle Freude Lauf (Gesunde Gemeindelauf) Start für die 109 LäuferInnen. Ich startete neben meinem Kollegen Florian da wir ungefähr dasselbe Tempo liefen und wir uns so gegenseitig pushen konnten.

Dies ging auch auf und schon auf den ersten Höhenmetern konnten wir uns beide absetzen. Flo lief immer einige Meter vor mir. Ich fühlte mich an diesem Tag eher Müde und ein wenig kraftlos aber konnte beim Tempo auf neuer und unbekannter Strecke gut halten, ab Kilometer 5 schloss ich im Wald auf ihn auf und Flo machte das Tempo, bergab lief er sehr stark, wimmelte mich kurz ab. Jedoch auf der Geraden konnte ich wieder auf ihn aufschließen.

Immer dicht gefolgt verflogen die Kilometer im nu, kurze Ausreisversuche meinerseits blieben am Anfang erfolglos, jedoch 1,5km vor dem Ziel lief ich vorbei und erhöhte das Tempo. Ich setzte mich auf dem letzten Kilometer von ihm ab, überholte noch 2 Läufer auf der Zielgeraden und überquerte die Ziellinie mit einer Zeit von 43:13min (04:19 Schnitt), 23. Platz Gesamt von 81 Läufern sowie 8. Platz AK von 21 Läufern.

Großes DANKE an meinen Lauffreund Flo der für mich an diesem Tag, bei müden Beinen, ein perfekter Tempomacher war und mich fast über die gesamte Strecke gezogen hat. Ich freue mich auf unseren nächsten „Straßenfight“ in Sicking :-D

Mit meiner überraschenden Leistung beim Zipfer Crosslauf 2018 war ich sehr zufrieden und konnte durch meinen 8. AK Platz wieder Punkte für die Willi’s Runningtour AK-Wertung sammeln. Weiter geht’s am Freitag beim Einzelzeitfahren auf den Dachsteinblick. Freue mich auf die Vereinsmeisterschaft!

Bericht von Florian Scholz:

Auf der 4. Station der Willis Running Tour ging es dieses Mal am 21.07. nach Zipf zum dortigen Crosslauf über 10km mit knackigen 160 Höhenmetern. Das Wetter sieht gut aus - rechtzeitig zum Wochenende hat es abgekühlt und es ist bewölkt, doch noch trocken. Zwar nicht ganz so perfekt wie letztens in Steinbach da es in Zipf noch eine Spur wärmer und schwüler ist, aber dennoch wieder sehr gut zu laufen.

Zum dritten Mal heuer (nach Vöcklabruck und Timelkam) messe ich mich heute wieder mit dem Vereinskollegen Armin. Auf den ersten 1,5km im Flachen geht es mit einer Sub-4-Pace dahin bevor es in die erste Steigung hineingeht. Schnell trennt sich hier die Spreu vom Weizen und ich kann einige andere Läufer überholen. In meinem Nacken habe ich dabei aber die ganze Zeit ein gleichbleibendes Schnaufen zu hören, weiß aber nicht wer es ist.

Weiter über Stock und Stein und viel bergauf geht es dann auch über einen kleinen Singletrail zur Labe bei km 4. Hier kann ich auch einen Blick auf meinen Verfolger erhaschen, der sich nicht abschütteln lässt - es ist Armin ;-)

Auf den nächsten Kilometern laufen wir auch kurz Seite an Seite, ansonsten klebt er hinter mir drauf wie Kaugummi - egal was ich probiere, ob bergauf oder bergab, ich kann ihn nicht abschütteln. Somit ziehe ich ihn weiter und gleichzeitig treibt er mich vor sich her und holt das letzte aus mir heraus - wohl für beide eine Win-Win-Situation.

Beim letzten Bergabstück auf steilem Asphalt vor den abschließenden 1,5km im Flachen versuche ich noch einmal wegzukommen, doch mehr als ein paar Meter schauen nicht heraus. Außerdem bin ich schon sehr leer und merke dass ich keine Spritzigkeit für einen Endspurt habe.

Wie gedacht zieht er dann das Tempo auf dem letzten Kilometer für mich unbarmherzig an und wird immer kleiner. Im Ziel hat er dann satte 24s auf mich herausgeholt, hui. Trotzdem bin ich mit meiner Zeit von 43:37min recht zufrieden, schließlich bin ich damit doch um einiges schneller als bei meinen früheren Starts hier gewesen.

Gesamt ergibt das Rang 9 in der AK bzw. Rang 27 von insgesamt 109 FinisherInnen.

Insgesamt wieder angesichts des prall gefüllten Startersackerls sowie der gut ausgestatteten Ziellabe eine sehr weiterzuempfehlende Veranstaltung! Das war sicher nicht mein letzter Start hier...

Ergebnis: 9.AK, 27. gesamt (von 109 FinisherInnen)

Bericht von Manuela Höllnsteiner und Markus Fiedler:

Gemeinsam gingen wir am 21.07.2018 bei warmen und trockenen Bedingungen beim 11. Zipfer Crosslauf an den Start. Wir kannten die 10 Kilometer Strecke noch nicht, ließen uns aber zuvor sagen, dass es zweimal ganz ordentlich bergauf ginge und man sich die Strecke gut einteilen sollte.

Um 18 Uhr ging´s los, vom Sportplatz zur Brauerei und dann ging es auch schon ungefähr bei Kilometer 2 aufwärts in den Wald. Ein ähnlicher Anstieg war auch bei Kilometer 6 zu bewältigen. Dazwischen ging es ebenso hurtig bergab und ein paar Straßenabschnitte - wo auch fleißig angefeuert wurde - teilten die Wegabschnitte durch den Wald. Die letzten 3 Kilometer ging es auf Asphalt zurück ins Ziel.

Die Strecke fanden wir sehr schön da man doch viel auf Waldwegen unterwegs ist und man nur teilweise auf der Straße läuft. Auch die hügeligen Verhältnisse machen die Strecke interessant (nur am Anfang und zum Schluss ist es etwas „gemütlicher“ auf „ebener“ Strecke zu laufen). Für Stärkung zwischendurch ist ebenso bestens gesorgt, mit immerhin 4 Labestellen auf 10 Kilometer.

Nach 55 Minuten im Ziel angelangt, gab es zum krönenden Abschluss noch ein paar Stück Kuchen am „Athleten-Buffet“ zur Belohnung. Zusammengefasst: Ein sehr nettes Event mit Wiederholungsbedarf! Für meinen Teil (Manuela) vielleicht mit etwas mehr Vorbereitung für die hügeligen Verhältnisse ;-)
 

Bericht von Markus Fiedler:

Da der UASC schon seit längerer Zeit regelmäßig bei diesem Event vertreten ist, war es auch heuer am 07.-08.07.2018 wieder soweit. Der Wetterbericht meldete ein sonniges, regenfreies Wochenende jedoch mit viel Wind. Wir stellten dieses Jahr zwei 2-er Teams über 6 Stunden und meine Wenigkeit im Bewerb 24 Stunden Solo. Mein Ziel ist es die 24 Stunden durchzufahren, sprich ohne nur einmal absteigen zu müssen. Gleichzeitig wollte ich ca. 650 Kilometer schaffen.

Dies habe ich mir schon voriges Jahr als großes Ziel für 2018 vorgenommen, hatte somit genug Zeit mich auf dieses Vorhaben vorzubereiten. Im Winter wurde somit durchtrainiert, außerdem beschloss ich neben dem Training auch die gesamte Brevet-Serie 2018 zu fahren, mit dabei als Höhepunkt den 1000-Kilometer-Brevet den es nur alle 2 Jahre gibt.

Die Strecke in Grieskirchen ist ein sehr lässiger Rundkurs mit 21,5 Kilometer und 173 Höhenmeter. Dieses Mal hatte der UASC zwei Standplätze, weil ich als Solo-Fahrer unbedingt an der Strecke versorgt werden musste, was von unserem altbewährten Stammplatz beim Roten Kreuz abseits der Strecke nicht möglich wäre. Ein guter Brevetfreund (Pillinger Alex) gab mir den Kontakt von dem Grundstücksbesitzer wo er 2016 seinen Standplatz hatte um ebenfalls die 24 Stunden Solo zu fahren.

Ich setzte mich telefonisch mit denen in Verbindung und fuhr anschließend nach Grieskirchen um den Standplatz vor Ort zu besichtigen. Er war perfekt und die Besitzer waren sowas von nett und zuvorkommend, unglaublich. Der Standplatz war nun Dank Alex gesichert, aber es war noch so einiges zu organisieren wie Auto, Zelte, Verpflegung für alle und noch so einiges mehr. Ich hatte alle Hände voll zu tun um das rechtzeitig zu schaffen.

Am letzten Tag wurden dann die Fahrzeuge beladen und nochmals alles kontrolliert. Am nächsten Tag ging es dann um 7 Uhr los nach Grieskirchen. Die beiden Standplätze mussten jetzt aufgebaut und eingerichtet werden. Anschließend holte ich mein Startparket am Kirchenplatz ab. Das Fahrrad wurde nun mit Chip und Nummer ausgestattet. Ich schlüpfte noch in die Vereinskleidung und fuhr noch ein paar Schleifen zum Aufwärmen bevor es zum Startgelände ging.

Als ich im 24-Stunden-Startblock stand, war ich sehr aufgeregt was ich normaler Weise nicht bin, aber das war das Event auf das ich mich fast ein Jahr lang vorbereitet habe und ich wollte einfach nicht enttäuschen. Zu meinem Glück waren ein paar bekannte Gesichter unter den Startern und zusätzlich erblickte ich einen guten Freund (Windpassinger Gerald) der mir noch gut zuredete ehe es um Punkt 12 Uhr losging.

Sofort nach dem Start war die Nervosität auch schon verschwunden. Ich war total auf das Rennen konzentriert. Wir fuhren anfangs ein sehr hohes Tempo, ich führte das Feld auch öfter an, es machte mir wirklich Spaß und mir kam es vor als ob ich einen Brevet fahren würde. Am Standplatz hatte Peter alles unter Kontrolle. Er bestückte mich bei jeder Runde mit frisch befüllter Trinkflasche, Bananen, Gels, Riegeln oder Milchbrot. Die Zeit verging und es wurde dunkel. Ich schaltete die vormontierte Beleuchtung ein. Am Standplatz übernehmen jetzt  die 6-Stunden-Fahrer (Manuela, Julia, Kurt und Roland) die Verpflegung für mich. Peter verließ uns mit Wehmut, aber Familie geht vor.

Eine Runde nach der anderen spulte ich runter, als um ca 3 Uhr unserer Gruppe leider komplett auseinander brach. Ich musste dann 2 Runden total alleine fahren, konnte aber in der darauf folgenden Runde immer wieder Streckenabschnitte mit den verschiedensten Gruppen bewältigen. Nun dauerte das Rennen schon 19 Stunden. Es ist bereits wieder hell geworden und es wurde schon langsam wieder etwas wärmer.

Ein Blick auf den Tacho verriet mir, dass ich mein Ziel 650 Kilometer schon übertroffen habe. Jetzt gilt es nur noch die restlichen Stunden durchzuhalten und nicht abzusteigen. So fuhr ich trotz diverser Schmerzen Runde um Runde weiter. Gegen Ende fragte mich Roland ob ich meine Platzierung wissen möchte, ich verneinte. Natürlich wusste ich, dass es ein sehr gutes Ergebnis werden könnte. Meine Helfer feuerten mich an und versorgten mich unermüdlich, meine Freundin begleitete mich sogar ein gutes Stück von der Strecke mit dem Fahrrad, war super und gab mir Kraft durchzuhalten, war ja nicht mehr lange bis zur letzten Runde.

Endlich, Durchfahrt ca 11:30 Uhr, Beginn der letzten Runde. Roland füllte noch einmal meine Trikottaschen, er meinte dann er sei sehr stolz auf mich und ich wäre auf dem sicheren 3. Platz mit einem Vorsprung auf den 4. von 17 Minuten und ich soll das Ding heimfahren. Ich wurde abermals von Manu ein Stück begleitet, gab dann nochmal alles was ich hatte und konnte in 24 Stunden 8 Minuten eine Strecke von 817 Kilometer und ca. 6500 Höhenmeter zurück legen.

Kurze Verschnaufpause, dann duschen, anschließend Siegerehrung. Ich kann es bis heute noch nicht so wirklich realisieren was ich da geleistet habe, aber eines weiß ich ganz genau, ich habe alles gegeben, bin oft an meine Grenzen gestoßen, aber ich hätte niemals aufgegeben. Zum Schluss möchte ich mich noch bei meinen Helfern Manuela, Julia, Roland, Kurt und Peter herzlichst bedanken, die von Anfang an mit vollem Einsatz hinter mir standen, mich verpflegten, mich anfeuerten, mich durch die Nacht begleiteten, mich immer von Neuem aufmunterten, mich sogar auf der Strecke begleiteten, mich nicht alleine ließen und genauso kämpften wie ich. Darum ist mein Erfolg auch deren Erfolg. Danke, es war ein sehr schönes und unvergessliches Erlebnis.

Bericht von Johannes Humer:

Nachdem ich letztes Jahr schon die Strecke Ebensee-Gmunden „genossen“ habe, wollte ich dieses Jahr die Traunsee-Runde komplettieren und nun die Etappe Gmunden-Ebensee in Angriff nehmen. Die Teilstrecke Gmunden-Ebensee ist mit 2500 Hm etwas länger und mit dem Naturfreundesteig auch etwas „alpiner“ als die gegenüberliegende Teilstrecke.

Pünktlich um 5 Uhr starteten ca. 150 Sportler am Gmundner Rathausplatz bei angenehmen Verhältnissen im Morgengrauen. Die ersten Kilometer führten rauf auf den Gmundnerberg und durch den Gschliefgraben wieder runter zum Ostufer. Es folgten die knackigen Höhenmeter rauf auf dem Naturfreundesteig zum Traunsteinhaus. Im dichten Nebel am Traunsteinplateau verpasste ich dann leider die Abzweigung runter zum Mairalmsteig und verlor wertvolle Zeit und Höhenmeter da ich erst kurz vor der Gmundnerhütte bemerkte dass ich auf dem falschen Weg war.

Also nichts wie zurück und runter zur Labe Kaisertisch was angesichts der Regenfälle vom Vortag einigermaßen heikel war. Danach ging es auf Forststraßen weiter bis zur nächsten Labe in Karbach. Auf dem letzten Anstieg zum Spitzelstein musste ich dann leider ordentlich Tempo rausnehmen um mich noch bis zur nächsten Labe zu schleppen wo ich gestärkt durch Cola noch die letzten Kilometer bis Ebensee runterschpulte.

Am Ende standen 7 Stunden 3 Minuten (Platz 60/100) auf der Anzeigetafel, aber aufgrund des „Verhauers“ am Traunstein werde ich wohl nächstes Jahr nochmal antreten müssen um diese offene Rechnung noch zu begleichen...

Für alle Mitglieder:

Bei Wettbewerben bitte auf Angabe des einheitlichen Vereinsnamen achten:

UASC Attersee West